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Wer gern einmal Wege neben den ausgetretenen Touristenpfaden betritt, kann auf halbem Wege zwischen Rhein und Mosel etwas Einzigartiges entdecken. Die Ehrenburg bei Brodenbach bietet alles, was die berühmten Burgen der Nachbarschaft auch haben - und noch ein wenig mehr: Die wildromantische Atmosphäre des Vergänglichen vor atemberaubender Hunsrückwaldkulisse, eine Burgführung, individuelle Aktiv- und Spielprogramme und eine ganz besondere Burgküche.
Schon der Weg zu der 850 Jahre alten Ritterburg weckt im Besucher Vorfreude. Wer sich über verschlungene Serpentinen oder die wenig befahrene Rhein-Mosel-Straße der entlegenen Burg nähert, hat bald den Eindruck, nicht nur weit weg, sondern auch in die Vergangenheit zu reisen. Erhaben thront die Ehrenburg auf einem freistehenden Felssporn 150 Meter oberhalb des Ehrbachtales. Über die - fast - frei schwebende Grabenbrücke hinweg begehrt man Einlass, ganz wie es einstmals war. Nachdem sie am Glockenstrang gezogen haben, begrüßt der Wachhauptmann die Ankömmlinge und prüft zunächst augenzwinkernd, ob Freund oder Feind vor dem Tore steht.
Die wechselvolle Geschichte der Ehrenburg, in der selbst Kaiser Friedrich I. Barbarossa eine Schlüsselrolle spielte, ist in den kurzweilig verfassten Texten des gedruckten Burgführers zu erforschen. Für jene aber, die noch gut zu Fuß sind, schlüpft ein überzeugender Schauspieler in die Rolle einer echten mittelalterlichen Figur und enthüllt mit historisierender Sprache und viel Liebe zum Burggemäuer die alten Geschehnisse. Aktiv- und Spielprogramme ergänzen die Burgbescihtigung. Dazu gehört das „Turnier der Bogenschützen“ unter Anleitung eines echten Mittelalter-Bogenexperten, bei dem jeder seine Treffsicherheit unter sportlichen Beweis stellen kann. Nebenbei wird hier Wissenswertes über das hohe Mittelalter vermittelt.
Angenehm überrascht wird Groß und Klein auch in der Burgküche. Der Küchenmeister im altertümlichen Gewande serviert im bis 150 Leute fassenden Rittersaal auf Wunsch einen würzigen Eintopf direkt aus dem herangeschafften Kupferkessel, aber auch krossen Spießbraten oder knackige Salate. Zur Kaffeezeit wird es feierlich: verschieden gefüllte Streuselkuchen kommen noch dampfend und mit aromatischer Vanillesoße in üppigen Stücken auf die Tafel. Dazu reichen die Mägde alle üblichen Kaffeegetränke, Schokolade oder auch einen Becher heißen oder kalten Met in der burgeigenen Keramik.
Das Ausflugsziel lädt ganzjährig zu seinen Reisen in eine andere Zeit: Infos unter 02605 3077 oder www.ehrenburg.de.
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